Dubiose Vodafone Vertreter…

Vertreter lieben scheinbar den Freitag, denn meistens kommen Vertreter bei mir in der Straße am Freitag zum Hausbesuch. Dieses mal waren es Vertreter von Vodafone, welche scheinbar die ganzen Häuser innerhalb der Straße nach und nach abarbeiteten.

Meine Nachbarin wurde das erste Opfer der beiden Vertreter, die ihr erst mal sämtliche Daten abnahmen. Bisheriger Anbieter für Telefon und Internet und dergleichen. Ich lauschte derweil an meiner Wohnungstür und freute mich schon auf den Kontakt mit den beiden Vertretern.

Die beiden Vertreter erzählten meiner Nachbarin irgendwas mit einer Vereinbarung oder Absprache mit UnityMedia bezüglich der Übernahme der Kundendaten oder dergleichen.

Erzählen tun Vertreter sehr viel, meistens stimmt davon weniger als die Hälfte oder zumindest sind die Informationen teilweise sehr fragwürdig.

Bequatschen trifft es in dem Fall am besten, was die Vertreter mit meiner Nachbarin gemacht haben. So lange zu Zweit auf die Frau eingeredet bis diese das scheinbar alles glaubte was Sie zu hören bekam.

Nachdem die beiden Vertreter dann ihr Vorhaben abgeschlossen hatte, verkauf von Verträgen an der Haustür, wandten Sie sich dann schliesslich meiner Wohnungstür zu.

Es klingelte und vor mir standen zwei Vertreter, beide sahen dem ersten Anschein nach ausländisch aus. Der dunkelhaarige sprach gutes Deutsch, der andere schien Deutsch-Russe zu sein.

Gegen Ausländer habe ich nichts, sind auch nur Menschen.

Jedoch alleine schon beim dem Anfang des Gespräches mit den beiden vermeintlichen Vodafone Vertretern wurde mir klar, das wird noch sehr interessant werden.

Die Vorstellung wer Sie waren und was Sie wollten war eher ein bewusstes Stottern der beiden, zudem kamen Sie beide meiner Aufforderung sich korrekt auszuweisen Mir gegenüber, nicht so nach wie Vorgeschrieben. Der vermeintliche Ausweis wurde nur kurz hingehalten und war sofort wieder in der Tasche des Vertreters verschwunden. Eine korrekte und eindeutige Identifizierung war somit nicht möglich für mich.

Wobei sich heutzutage jeder mit einer Laminier-Maschine und etwas Fantasie so einen Ausweis machen kann. Genau so wie die vermeintlich Unterlagen oder dergleichen.

Letztendlich endete das Gespräch mit den beiden Vertretern so, das einer der Beiden mich anmachte ich solle doch mal die Tür zu machen, Sie wären freundlich zu mir gewesen. Dabei hatte ich den beiden Vertretern lediglich zu vermitteln versucht, das ich bisher noch keinen BiTel oder Telekom-Vertreter bei mir gesehen habe.

Darauf hin wurden die Beide Vertreter dann etwas unfreundlich und ungehalten mir gegenüber, so würde ich es mal beschreiben.

Auch nach mehrmaliger Aufforderung von meiner Seite aus, sich doch bitte mir gegenüber korrekt Auszuweisen, erhielt ich nur komische Antworten und Ausflüchte der beiden Vertreter.

Es wurde zum Beispiel das Argument immer wieder aufgesagt, das wenn ich Kunde wäre auch eine Visitenkarte oder dergleichen bekommen würde. Da ich aber kein Kunde wäre, hätte ich kein Recht darauf nach ihrem Verständnis zu urteilen, das Sie sich mir gegenüber in irgendeiner Weise hätte ausweisen müssen.

Nun gut, dann halt auf die harte Tour dachte ich mir und ging zurück in die Wohnung. So gleich nahm ich mir mein Telefon, wählte 110 und bat freundlich den Herrn am anderen Ende der Leitung um das aussenden eines Streifenwagen der Polizei zu meiner Hausnummer.

Natürlich wollte der Beamte am Telefon das WARUM und WIESO wissen, was relativ einfach nun schnell erklärt wurden von mir. Danach versprach Er mir, eine Polizei-Streife bei mir vorbei zuschicken.

Nun mit dem Wissen, das die Polizei mir helfen würde bei dem korrekten Ausweisen der beiden Vertreter, zog ich mir rasch was an und ging nach dem abschliessen meiner Wohnung nach Draussen in den Treppen-Flur!

Dort konnte ich beide Vertreter noch gut hören, wie Sie ihre Arbeit fortsetzten und nacheinander alle Wohnungen durchgingen und mehrmals klingelten pro Wohnungstür.

Soweit mir bekannt, haben Sie letztendlich nur 1 Vertrag unter Vorbehalt abschliessen könne, wobei sich das wohl auch später erledigen wird.

Während ich also der Arbeitsweise der 2 Vertreter im Treppen-Aufgang noch lauschte, schnellte auf ein mal meine Nachbarin aus ihrer Wohnung, direkt an mir vorbei die Treppe hoch. Es wurde ziemlich laut im Treppenhaus, als Sie auf den Vertreter mit dem vermeintlich Deutsch-Russischen Akzent traf.

Der Streitpunkt war, soweit ich das mitbekommen konnte, das meine Nachbarin sich betrogen fühlte von den Vertretern.

Denn Sie hatte wohl bei UnityMedia angerufen und nachgefragt, ob die Behauptungen der Vertreter stimmen würden. Ich habe allerdings keine Ahnung was die Mitarbeiter von UnityMedia meiner Nachbarin am Telefon erzählt haben, aber es muss gereicht haben damit meine Nachbarin an die Decke geht.

Ob es ein Handgemenge gab, zwischen meiner Nachbarin und dem Vertreter kann ich nicht sagen da ich es nicht sehen, sondern nur hören konnte. Jedoch hörte es sich nach einer Handfesten Auseinandersetzung an, bei der meine Nachbarin den zuvor unterschriebenen Vertrag einforderte, diesen wohl auch in die Hände bekam und dann sogleich mit einem lauten Geräusch zerriss.

Danach stürmte meine Nachbarin sehr aufgebracht wieder zurück in ihre Wohnung. Der Vertreter mit dem vermeintlichen Deutsch-Russischem Akzent ging nach diesem Vorfall ebenfalls nach unten, musste dabei allerdings an mir vorbei.

Wieder forderte ich Ihn freundlich aber bestimmt auf sich auszuweisen, wieder bekam ich patzige Antworten.

Er fing an mit mir zu diskutieren, sich darüber auszulassen was ich mir anmaßen würde in dauernd so zu nerven wegen dem Ausweisen.

Ein bisschen blies er sich dabei körperlich auf, wollte wohl sowas wie Stärke mir gegenüber zeigen. Genau so schnell wie er sich aufblies vor mir, verschwand diese Körperhaltung auch wieder.

Irgendwann habe ich dann aufgehört ihm zu Antworten oder Ihn zu Fragen bezüglich des korrekten Ausweisen’s mir gegenüber, habe ihn einfach ignoriert und Ihm das auch gezeigt das ich Ihn ignoriere. Er verlies dann den Haus-Flur während ich wieder in die Wohnung ging.

Hätte ich nicht meine Musik in den Ohren gehabt, dann hätte ich dem Vertreter richtig eine verpasst und ihm mal gezeigt was ich unter korrektem Umgang verstehe. Aber damit sowas eben nicht passiert, habe ich stets meine innere wie auch äusserliche Musik in den Ohren.

Einer der beiden, der dunkelhaarige Vertreter war noch innerhalb des Treppen-Flurs und der Andere war irgendwie aus meinem Sichtradius verschwunden.

Wie sich später herausstellte war Der zu anderen Häusern gegangen.

Da ich die beiden Vertreter ungern entwischen lassen wollte so einfach, ging ich also raus und verfolgte dann von Draussen vor dem Wohnhaus aus die weiteren Aktivitäten des noch für mich zu sehenden Vertreters.

Dieser telefoniert immer wieder, etwas hektisch und unruhig, mit seinem Handy und schaute immer sehr komisch in meine Richtung. Ich hingegen lies Ihn auch nicht aus den Augen, blieb aber dabei auf meiner Position stehen. Vor dem Eingezäumten Bereich mit den Mülltonnen blieb ich also stehen und beobachtete den verbliebenen Vertreter weiter.

Nach ein paar Minuten gesellten sich 2 weiter Nachbarn zu mir, erstaunt über das Vorgehen und die Dreistigkeit der Vertreter die Sie auch besucht und belästigt hatten. Man kam ins Gespräch und zusammen warteten wir auf den Streifen-Wagen der Polizei.

Ungefähr so 10-15 Minuten nach dem Telefonat, wo ich schon zusammen mit 2 meiner Nachbarn draussen vor dem Wohnhaus stand, kam dann die Polizei-Streife.

Die 2 Beamten, bestehend aus einem Mann und einer Frau, erkundigten sich erst mal nach der Sachlage welche zusammen mit meinen 2 Nachbarn sehr schnell klar war für die Beamten wie es schien.

Der Streifenwagen wurde so dann erst mal richtig geparkt und die beiden Beamten machten sich auf, den verbliebenden Vertreter zu finden.

Dadurch das ich den verbliebenden Vertreter die ganze beobachtet hatte, zusammen mit meinen 2 Nachbarn, konnten wir den Beamten sehr genau sagen in welchem Hauseingang sich der Vertreter befand.

Es dauerte gefühlte 5 Minuten, dann kamen die 2 Beamten zusammen mit dem dunkelhaarigen Vertreter wieder aus dem zuvor beschriebenen Hauseingang. Es folgte dann das übliche Vorgehen, Personalausweis vorzeigen und von der Zentrale per Funkt bestätigen lassen.

Danach wurde der Zweite Vertreter ausfindig gemacht und ebenfalls dazu aufgefordert sich Auszuweisen gegenüber den Beamten. Zudem wollten die Polizei-Beamten aber noch etwas ganz anderes von den 2 Vertretern habe, was ich gar nicht mal wusste bisher.

Vertreter müssen, so erklärten mir die 2 Beamten, eine Genehmigung und/oder Erlaubnis dafür haben, Dienstleistungen an der Haustür verkaufen zu dürfen. Gut dass ich das jetzt weiss!

Besagte Bescheinigung konnten die 2 Vertreter den 2 Beamten aber nicht geben, weil Sie diese nicht dabei hätten so sagten Sie gegenüber den Beamten. Diese Bescheinigung müssten die 2 Vertreter aber noch nachträglich gegenüber der Polizei vorweisen.

Genau das werde ich im Auge behalten und stetig mich bei der örtlichen Polizei darüber informieren. Zudem werde ich mich heute oder morgen noch bei der örtlichen Polizei-Dienststelle beraten lassen, was ich für Möglichkeiten habe für den Fall das es besagte Bescheinigung nicht gibt. Im übrigen interessiert es mich auch, ob ich dieses Vorgehen der Vertreter irgendwie zur Anzeigen bringen kann, sofern das möglich ist.

Ja ich mag Vertreter nicht, das ist die Wahrheit.

Wenn ich was kaufen möchte, gehe ich ins Geschäft oder in ein Fachgeschäft wenn es sich um spezielle Geräte handelt. Alleine schon die penetrante Art und Weise wie oft geklingelt wird an der Haustür oder wie man angesprochen wird von Vertretern, das finde ich schon ätzend.

Es gibt auch gute sowie sehr seriöse Vertreter, nur davon wohl scheinbar sehr wenige. Die so genannten schwarzen Schafe einer Branche fallen halt immer besonders stark auf.

Berichten über das weitere Vorgehen von mir in diesem Fall, werde ich natürlich auch weiterhin hier im Blog in form von weiteren Artikeln dazu.