So wie in diesem Text beschrieben ist mein Leben für Mich bisher, jedoch war es das nicht immer, zumindest glaube ich daran das es nicht immer so war. Oder ist es Hoffnung?
Regisseur Christopher Nolan spielt mit dem Zuschauer. Spielt mit Fragen wie: Ist es nicht eine Gabe, einen Moment immer wieder neu erleben zu können? Ein Leben ohne Routine, immer wieder die Intensität des ersten Erlebens. Auch nach Jahren mit demselben Partner immer wieder der erste Kuss. Ein Leben ohne schlechtes Gewissen, weil man die eigenen Verfehlungen ja wieder vergisst. Doch der Film zeigt: Es ist ein Fluch, außerhalb der Zeit zu stehen.
Die Zeit kann Leonards Wunden nicht heilen, weil er das Vergehen von Zeit nicht empfindet. Er kann sich nicht einmal selbst helfen: Was hat er davon, den Mord an seiner Frau zu rächen, wenn er die Befriedigung darüber wieder vergisst? Und wenn Leonard sagt: »Ich bin diszipliniert und organisiert. Nur mit Routine kann ich mein Leben über die Bühne bringen«, dann ist das ein seltsam beruhigender Gedanke. Dinge, die wiederkehren, sind eine Gnade.
Beschriebener Film heisst Memento