Die Revolution der virtuellen Währung

Die Zeiten ändern sich. Inzwischen ist es für die meisten von uns schon völlig normal, übers Internet shoppen zu gehen. Schon lange schlendert man nicht mehr nur mit einer Einkaufstasche durch die Fußgängerzone, nein, man bleibt ganz bequem zuhause auf dem Sofa sitzen und sucht sich im Internet das zusammen, was man gerne bestellen würde. Geliefert wird dann direkt bis an die Wohnungstür und dementsprechend müsste man das Haus gar nicht mehr verlassen. Bezahlen musste man bisher aber zumindest in Deutschland noch mit richtigem Geld. In den meisten Fällen läuft die Bezahlung per Kreditkarte oder Bankeinzug ab, ganz so wie es einem am liebsten ist. Doch nach der Shoppingrevolution im Netz folgt nun der Schritt, der uns noch weiter in die virtuelle Zeit hineinversetzt: die virtuelle Währung. 

Eingeführt wurde diese bereits im Sommer in den USA von keinem Geringeren als dem Online-Versandhändler Amazon. Ob per Tablet Notebook oder am festen PC, bei Amazon hat inzwischen so gut wie jeder schon einmal etwas gekauft. Praktisch ist es ja, das Online System. Und auch die Bezahlung hat bisher relativ problemlos funktioniert. Dennoch will es der Marktführer nicht einfach darauf beruhen lassen. Eine virtuelle Währung, die nur für Käufe bei Amazon benutzt werden kann, soll her. In den USA ist dies bereits seit ein paar Monaten Realität und seit dieser Woche wurden die so genannten Coins auch in Deutschland eingeführt.

Sie stehen beispielsweise für die Bezahlung im Amazon App-Shop zur Verfügung. Nicht nur den Benutzern soll das Bezahlen hiermit einfacher gemacht werden, auch die App Entwickler könnten damit ihren Umsatz erhöhen, so Amazon. In den USA haben die Entwickler angeblich seit dem Start der virtuellen Währung ihre Umsätze deutlich steigern können. Weiterhin erhalten diese einen Anteil von 70 Prozent am Erlös, die Coins stünden ihnen kostenlos zur Verfügung. Und die Nutzer? Die könnten beispielsweise dann von der neuen Zahlungsmethode profitieren, wenn sie keine Kreditkarte besitzen und trotzdem über das Internet Apps, Spiele und andere Produkte erstehen wollen.

Die Besitzer eines Kindle Fire haben es besonders gut getroffen. Denn um die neue Zahlungsmethode in Deutschland direkt an den Mann zu bringen, erhalten all diese ein Startguthaben von 500 Coins, das entspricht etwa fünf Euro. Damit will das Unternehmen zweifellos seine virtuelle Währung hierzulande mehr ins Gespräch bringen und die Nutzer dazu aufmuntern, diese auch zu nutzen. In der Vergangenheit waren virtuelle Währungen auch kritisch betrachtet worden. Microsoft hatte für eine gewisse Zeit ein ähnliches Projekt gestartet, ihre Währung nannte sich Points. Sie wurde allerdings im August wieder eingestellt und nun kann man bei Microsoft wieder nur mit realen Währungen bezahlen. Branchenbeobachter hatten sich derzeit positiv über das Abschaffen der künstlichen Währung geäußert, da man das direkte Bezahlen für einfacher und schneller hielt. Angenommen wurde es nicht ganz so gut, wie man es sich bei Microsoft zuvor versprochen hatte. Auch hier waren es fast nur diejenigen, die keine Kreditkarte besaßen, die auf das System zugriffen. Die Zeit wird zeigen, wie erfolgreich Amazon mit seinen Coins ist.

Veröffentlicht von

Stefan

Blogger mit Leidenschaft und Gründer von KranzKrone! Persönliches wird auf dem BLOG publiziert und Alltäglich erlebtes eher auf YATTER verarbeitet. Und eher sehr sporadisch wird auf dem APFEL noch was an Gedanken zu Apple veröffentlicht.

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